Neubautätigkeit und GroßmodernieierungBautätigkeit und Großmodernisierung

Bautätigkeit _

Neubaumaßnahmen als Langfriststrategie

Vorbemerkung

Unsere Genossenschaft wurde 1895 gegründet. Traditionell verfügen wir deshalb über viele Wohngebäude, die älter als 60 Jahre sind. Auch wenn wir unseren Wohnungsbestand fortlaufend instand halten und modernisieren, sind irgendwann die Möglichkeiten, die Wohnungen dem sich wandelnden technischen Standard anzupassen, eingeschränkt.

Gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung sind Aufzugsanlagen, Barrierefreiheit, großzügige Belichtung u.v.m. nur durch kontinuierliche Neubaumaßnahmen zu verwirklichen. Dabei muss man auch bei einer Genossenschaft darüber nachdenken, diese durch Leerzug technisch veralterter Wohnanlagen und anschließender Neubebauung zu verwirklichen. Dies bei uns besonders auch deshalb, da in unseren Innenstadtstandorten unbebaute Grundstücke kaum vorhanden sind oder aber die Grundstückspreise derart hoch sind, dass eine wirtschaftliche Verwertung als langfristiges Mietobjekt kaum darstellbar ist.

Unser Weg

Seit Mitte der 90er Jahre haben wir wieder begonnen, unsere Neubautätigkeit deutlich zu intensivieren. Dies haben wir dabei aber auch verbunden mit einer radikalen Neuausrichtung unserer Wohnungsbewirtschaftung. Zunächst haben wir beschlossen, keine Baumaßnahmen mehr im 1. Förderweg und ab 1998 nur noch freifinanzierte Maßnahmen durchzuführen. Wir wollen uns weder in Wohnflächen noch in anschließender Belegung in irgendeiner Form staatlich binden lassen.


Übersicht über die Neubauten seit Mitte der 90er Jahre


Bezeichnung

Anzahl Wohnungen

Wohnfläche

Art

Finanzierung

Gesamt-Kosten T€

Baujahr

Haroldstraße
 

23

2.165

Um-/Ausbau

Freifinanziert

2.860

1997-1999

Ährenstraße
 

24

1.860

Neubau

2. Förderweg

2.371

1997

Philosophenweg
 

28

2.540

Neubau

Freifinanziert

4.260

2000

Hedwigstraße
 

6*

982

 

Neubau

Freifinanziert

3.735

2001

Templer-/Ziegler Straße
 

13

1.099

Neubau

Freifinanziert

3.178

2003

Felsenstraße
 

38

3.493

Neubau

Freifinanziert

7.448

2007

Gesamt

132

12.139

 

 

23.852

 



* oberhalb der neuen Verwaltung unserer Genossenschaft



Wohnungsmix und Ausstattung

Entsprechend der Nachfrage haben wir bei den Neubauten verstärkt die 3- Raum-Wohnung aber auch 4- und 5- Raum-Wohnungen errichtet. Soweit dies möglich war, wurden stets Aufzugsanlagen bauseitig zur Verfügung gestellt. Dies trägt nicht nur der älter werdenden Gesellschaft Rechnung, es schont die Treppenhäuser und macht auch höher gelegenere Wohnungen für Familien attraktiver. Ab 3- Raum-Wohnungen stellen wir zusätzliche Gäste WC’s zur Verfügung. Diese werden zusätzlich mit einer Dusche ausgestattet. In den Bädern werden Anschlüsse für Waschmaschinen und Trockner untergebracht.

Bei der Heizenergie greifen wir wahlweise auf Gas oder Fernwärme zurück. Die Gebäude werden stets höchstmöglich gedämmt. Isolierverglaste Fenster mittlerweile mit 3-Fach-Verglasung. Dämmungen im Keller und Dachbereich sollen ebenfalls dazu beitragen, die Heizenergiekosten so weit wie möglich zu senken.

Barrierefreiheit und eine großzügige Gestaltung der Außenanlagen mit Spielgeräten für Kinder, aber auch mit Nutzungsmöglichkeiten für die Eltern oder ältere Bewohner, sind Teil unserer Neubauphilosophie.


Wohnflächenausnutzung und Außenanlagen

Bei Neubaumaßnahmen steht nicht mehr wie in früheren Jahren, das Ausnutzen der maximal möglichen Wohnfläche im Vordergrund der Planungsentwürfe. Es ist vielmehr so, dass sich das Nachfrageverhalten grundsätzlich verändert hat. Mieter suchen heute nicht „nur“ eine Wohnung. Neben der Wohnungsgröße und der Ausstattung der Wohnung gewinnen zunehmend „weiche“ Faktoren an Bedeutung zu. Bevorzugt werden kleine,  überschaubare Wohnanlagen. Dazu gehören auch sinnvoll gestaltete Außenanlagen mit Spielflächen, Sitzmöglichkeiten, einer ansprechende Begrünung u.Ä. Hauseingangsbereiche, Briefkastenanlagen und ordentlich eingerichtete Müllplatzanlagen gehören ebenfalls zu positiven Vermietungskriterien.


Vermietungssituation

Bei allen Neubaumaßnahmen war die Nachfrage nach Wohnungen sehr groß. Alle Wohnungen konnten bereits weit vor Bezug vermietet werden. Der Anteil der vorhandenen Mitglieder liegt dabei über 50 %. Dies zeigt, dass die Investitionen auch den Wünschen der Altmitglieder in ausreichendem Maße Rechnung tragen. Die fehlende staatliche Förderung – die besonders den Mietpreis begrenzen soll – wurde durch erhöhte Eigenmittelinvestition und variable Fremdmittelfinanzierung soweit ausgeglichen, dass unsere Neubaumieten sich auch für Duisburger Verhältnisse eher am unteren Rand bewegen. Die Beliebtheit der Wohnanlagen zeigt sich auch darin, das die Fluktuationsrate deutlich unter der des Restbestandes liegt.

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Informationen für unsere Mitglieder

Hedwigstraße 5 47058 Duisburg

Tel. 0203 - 9 29 68-0 Fax 0203 - 28 82 27
 

Die Duisburger Wohnungs- genossenschaften

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